

Die derzeitige Inaktivität von Alaska Fire ist fast zeitgleich auch der Anfang von Darken. War das kreative Feuer von A.F. nach immerhin 5 Demo CDs, die alle recht schnell hintereinander erschienen,(vorerst)nur eine Sparflamme, lies sich Alexander Gerlich, Ideengeber bei Alaska Fire und nun auch bei Darken für den Großteil des Songwritings zuständig, für die erste CD seiner neuen Band fast schon Rekordverdächtig viel Zeit. Ab der Bandgründung im Sommer 2004 bis zum erscheinen der selbstbetitelten Visitenkarte sind immerhin 2 Jahre ins Land gezogen. Eine Zeit, die auch genutzt wurde, um als neue Band, nicht gleich mit Schimpf und Schande aus der schwermetallischen Gemeinde ausgeschlossen zu werden? Voreilige Besserwisser addieren Sängerin und Keyboards und das Ergebnis heißt dann Nightwish, Within Temptation,. Lacuna Coil oder weiß der Geier noch wer. Als grobe Richtlinie müssen die eben erwähnten Bands durchaus ins Spiel gebracht werden, was im Prinzip nichts negatives zu bedeuten hat. Der Versuch, eine klare Abgrenzung zu Alaska Fire zu ziehen, kann als gelungen bezeichnet werden. Sicherlich sind noch ein paar Ideen aus dem Fundus des derzeit nicht so präsenten ersten Betätigungsfeldes in die aktuelle Band mit eingeflossen, aber unterm Strich kann ich mit dem achtgängigen Menü gut leben. Darken manövrieren geschickt zwischen Power Metal und Gothic, können mit Höhenflügen aufwarten und haben auch den einen oder anderen Titel im Programm, der erst ein paar Runden drehen muss, bis es passt. Besonders gut ist die Band dann, wenn ordentlich und mit Schmackes agiert wird und die immer präsenten Keyboards ein paar auflockernde Effekte mit einfließen lassen. Sei es das traumhafte schöne „Invisible me“ und das nicht minder gelungene „No more lies“, beides Titel, wo sich Sängerin Anja Braun, gut in Szene setzen kann, an diesen Titeln sollten sich Darken für eine geplante zweite CD orientieren und dann könnte der Status, eine weitere unerhörte Band aus Deutschland zu sein, durch einen soliden Vertrag ersetzt sein. Die Basis wurde dafür geschaffen. Darken haben bei mir gewonnen und das schaffen fast nie Bands, die meinen jeden Titel mit dichten Keyboardwänden und weiblichem Gesang unötig aufblasen zu müssen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Peter Bigalke/Metalspheres
Darken, eine Band aus Deutschland, haben mit ‘Beginning Of Our Fate’
ihr Album Debüt vorgelegt, nachdem sie 2004 das erste selbstproduzierte
Demo veröffentlicht haben. Das von der deutschen Band angestrebte Genre
ist ein Rock, der stark vom Classic Metal und entscheidend weniger, wie man
irrtümlicherweise vom Cover der Cd entnehmen könnte, vom Gothic Metal
beeinflusst wird.
Vor allem das erste Stück hat wenig von Gothic und scheint dagegen ein
guter lockerer und extrem melodischer Powersong zu sein, aus dem die Stimme
der Sängerin, Anja Braun, das Ass, das die Band im Ärmel hat, hervorsticht.
Ebenfalls gefallen die Einsätze der tiefen und männlichen Stimme von
Alex Gerlich (auch Gitarrist) und die Gitarrenparts, vor allem die Soloparts!
Mit ‘Just Believe’ betreten wir ein rockigeres und kommerzielleres
Feld, in dem die verzerrten Gitaren den Hintergrund für eine überzeugende
Melodie bilden, die von Anjas Stimme und dem Keyboard von Sven Hahnlein, das
oft eine wichtige Rolle spielt,dominiert wird.
Der Rest der Cd folgt diesen Vorgaben von melodischem und schönen Metal,
der durch das Gitarrenpaar Gerlich/Schmauser an Kraft gewinnt.
Die Keyboard Effekte von Hahnlein sind in ‘Fornever’, was auch sehr
an einige Sachen von HIM erinnert, noch bestimmend; der Song ist sehr traurig
und dramatisch und der Text liegt mit seinem Pessimismus und Leid auf der selben
Linie. Er ist, was die Vocals angeht, mit einem größeren Einsatz
männlicher Gesangsparts, getragen.
Lobenswert ist die Sorgfalt bei der Aufmachung der Cd, wenn man bedenkt, dass
das Album zur Hälfte in Selbstproduktion hergestellt wurde. Alle Bandköpfe
werden in einem diskretem Design vorgestellt.
Vielleicht ist die Aufnahme nicht perfekt, aber sie schafft es, das Markenzeichen
der Band, einen *fröhlichen Gothic, zu vermitteln, der sich die preisgekröntere
Metaltradition zum Vorbild macht. ‘Beginning Of Our Fate’ ist definitiv
also ein erfreuliches Album, das wohl denjenigen zufriedenstellen kann, der
nach einem nicht zu schweren Gothic Metal sucht.
Way Of Darkness Festival
06.10. – 07.10.2006
Lisberg – Sporthalle
Laut, Lauter, Lisberg!!!
Dieser Satz mag an 363 Tagen im Jahr wohl eher nicht zutreffen, doch an einem
Wochenende im Oktober verwandelt sich der ruhige, idyllisch-fränkische
Ort Lisberg zu einem Mekka für Metaller. Warum? An diesem Wochenende rufen
Ingo, Ralph und ihre zahlreichen Helfer zum WAY OF DARKNESS FESTIVAL!!! Diesem
Ruf folgen natürlich auch wir und machen uns schnurstracks auf den Weg
ins Nirgendwo. Das im Nirgendwo immer viel los ist, haben wir ja schon immer
gewusst und daher überrascht uns auch die Schlange am Eingang keinesfalls.
Rasch haben auch wir alle Presse-Formalitäten erledigt und können
uns ins Getümmel stürzen. Wie das eben immer so ist, wenn man zu einem
coolen Festival in Wohnortsnähe geht, kennt man zahlreiche Gleichgesinnte.
Somit dauert der Weg in die Halle weitaus länger als zuvor noch angedacht
und wir verpassen doch glatt den Startschuss des musikalischen Hörgenusses.
Als wir also die Halle betreten, haben DARKEN mit ihrem Set schon einige Minuten Spielzeit hinter sich gebracht und konnten wohl auch einige schon vor die Bühne locken. Stimmlich darf Anja zeigen was sie kann und überzeugt damit voll und ganz. Nachdem der Basser das Hundtuch schmeißt, spannt man den neuen Mann Markus heute Abend auch gleich mit ein. Alles in allem ein schöner Einstieg in ein hoffentlich noch besseres Wochenende auf dem Land...Tanja Nusser & Matze Schneider
Way of Darkness Festival
Wenn die Stadthalle für die gute Sache bebt
Rotkreuz-Bereitschaft lässt für „Helfen macht Spaß"-Sonderaktion die „Spring Break"-Party steigen / „Darken" und „Neumond" rocken 950 Fans
LICHTENFELS (Text und Fotos: Till Mayer) Die Stadthalle bebt, Lichtenfels lebt. Partygänger konnten sich Freitagnacht ausgesprochen nützlich machen. Die Rotkreuz-Bereitschaft hatte zur großen „Spring Break"-Party eingeladen.
Und 950 Fans rockten mit den Bands „Darken" und „Neumond". Alles für einen guten Zweck: Die Veranstaltung war der Auftakt der „Helfen macht Spaß"-Sonderaktion „Ukraine".
Das 50-köpfige ehrenamtliche Helfer-Team um Bereitschaftsleiter Bernd Albert und Steffen Lube brachte den Rock zum Rollen. Und der begann mit den „Special Guests": der Band „Darken". Die Formation hatte sich bei einem Contest der „Jungen Szene"-Seite den Auftritt gesichert. Und sie überzeugte mit eigenständiger Musik, die sich gut hören lässt. Frontfrau Aniko und ihre Mannen kamen gar nicht so dunkel daher, wie es der Bandnamen „Darken" („Verdunkeln") vermuten lässt. Melodisch, rockig, gut. Spielfreude statt Starallüren - so präsentierte sich die sympathische Formation (www.darken.de), die zugunsten der Sonderaktion für KZ-Überlebende in der Ukraine keine Gage forderten. Danach kamen erfahrene Rockprofis auf die Bühne. „Neumond" hat als Coverband längst Kultstatus erreicht. Die Bühnenshow perfekt, das Repertoire schwer tanzlastig: Kein Zweifel, die Musiker von Neumond verstehen ihr Handwerk. Stimmungsmuffeln ließen sie keine Chance. Wie auch, wenn beim Shakira-Cover die Sängerin im Bauchtänzerinnen-Look über die Bühne wirbelte. Derweil hatte das Team der BRK-Bereitschaft an der Bar und den Getränkeständen alle Hände voll zu tun. 950 Party-Gäste wollen versorgt sein. Denn den Veranstalterin war wichtig: Die Benefizparty sollte keine „Abzocke" sein. Nur drei Euro kostete der Eintritt, die ersten 150 Gäste kamen sogar kostenlos in die Stadthalle. Kooperationspartner Obermain-Tagblatt feierte seinen 150. Geburtstag mit und hatte die Freieintritte spendiert.
Während die Partyhungrigen bis in die Morgenstunden feierten, gerieten die Helfer gehörig ins Schwitzen. Helfen macht nur Spaß, wenn es um eine sinnvolle Sache geht. 50 Prozent des „Spring Break"-Reingewinns kommen einem Projekt in Lemberg (Ukraine) zugute, die andere Hälfte wird in die Ausrüstung der BRK-Bereitschaft investiert. In Lemberg hat das Rote Kreuz ein medico-soziales Zentrum für KZ-Überlebende eingerichtet. Die alten Menschen haben oft ein schweres Leben hinter sich: Sie haben die Hölle der Konzentrationslager von Auschwitz, Dachau, Ravensbrück und Flossenbürg überlebt. Danach litten sie nicht selten unter den Repressionen der Stalinisten. Und heute? Mit einer monatlichen Durchschnittsrente von 70 Euro und ohne Krankenversicherung ist ihr Leben bis ins hohe Alter hart geblieben. Viele sind noch immer von ihren KZ-Jahren traumatisiert.
Das medico-soziale Zentrum in Lemberg gibt unter anderem kostenlose medizinische Hilfe. Gerne würde das Lemberger Rote Kreuz seine Arbeit ausweiten: zum Beispiel die oft sanierungsbedürftigen Wohnungen der Senioren renovieren. Das Projekt wollen die Rotkreuzler aus Lichtenfels unterstützen. Bis sieben Uhr morgens waren sie beim „Spring Break" im Einsatz. Für Menschen, die sie nicht einmal kennen. Schön, dass es so etwas gibt. Jetzt sind alle gespannt, auf die endgültige Kassenabrechnung....

Rund 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer hatte die Rotkreuz-Bereitschaft für die „Spring Break"-Benefizparty auf die Beine gestellt. Ein besonderer Dank gilt der Stadt Lichtenfels und der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, die die Veranstaltung unterstützten.